Ende Juni 2010 – der Rückblick, ein Erfolgsbericht!
Zwei Jahre ist es nun her, dass ich "Hilfe vom Profi", einem von Pro7 gestellten Unternehmensberater erhielt. Es ist wirklich an der Zeit einmal zurück zu blicken. Ich kann gar nicht oft genug erwähnen, dass ich es meinem Verband (in Person sind das die Herren Dalchow und Engel) zu verdanken habe, dass mich Pro7 für diese etwas andere Form der Unternehmensberatung ausgewählt hat. Man hatte sich beim REHDV¹ nach einem "schwächelnden" Unternehmen erkundigt, das Hilfe gut annehmen und umsetzen würde und mit einem/r Inhaber/in, der/die nicht Kamera-scheu ist. Die Beratung war für mich kostenlos, als Gegenleistung musste ich mich Bereit erklären, das während der gesamten Beratung gefilmt werden durfte. So begann die Erfolgsgeschichte...
Die Sendung wurde unter dem Titel "Hilfe vom Profi" erstmalig im Oktober ausgestrahlt, also ca. 3 Monate nach Abschluss der Dreharbeiten. Im darauffolgenden Frühjahr wurde sie erneut gesendet und im Juni 2010 lief sie ein drittes Mal unter dem Titel "Entscheidung am Nachmittag". (Die Einschaltquoten scheinen nicht übel zu sein ;-) evtl. gehe ich doch noch nach Hollywood...)
Nach den besagten Ausstrahlungen erhielt ich immer sehr nette Emails und noch nettere Einträge in meinem Gästebuch. Das macht mir immer wieder Mut und beflügelt meine Ideen. Herzlichen Dank möchte ich auf diesem Wege allen Menschen sagen, die sich mit mir über meinen Erfolg freuen! Natürlich gibt es auch einige wenige unschöne Einträge im Gästebuch, aber es kann ja auch nicht allen gefallen. Das ist OK und wird mich sicher nicht entmutigen, denn ich sehe ja anhand der Umsatzverbesserung, dass ich auf dem richtigen Weg bin!
Während der 10-tägigen Dreharbeiten im Juni 2008, führte ich auf Wunsch des REHDV¹ ein Tagebuch für die Rubrik "News" bei www.SERVICEPLUS-BERGISCHLAND.de. Nach der letzten Ausstrahlung im Juni 2010 bin ich mehrfach gefragt worden, ob man den Blog dort nochmal einstellen könnte. Das ist nun erfolgt und man findet den Blog im Newsarchiv vom 30.06.2008. Das entstandene Tagebuch ist somit zu einer wahrhaft unvergesslichen Erinnerung für alle Beteiligten geworden. Meine Aufzeichnungen sind außerdem der Startschuss zu einem Buch geworden, denn ich muss ja auch etwas zu tun haben, wenn ich einmal in Rente gehe. Ich habe in den knapp 22 Jahren Bahama Moden so viele Erfahrungen gesammelt, amüsantes und unglaubliches erlebt, das reicht dicke um ein Buch zu füllen!
Aber nun zum Rückblick:
Wir erinnern uns an kurzfristig, mittelfristig und langfristig geplante Maßnamen. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt, viel wichtiger war jedoch für mich das Umdenken auf Dauer! D.h. am Ball bleiben in jeder Hinsicht, auch wenn der Alltag wieder eingekehrt ist und der Druck des "unter-Kamera-Beobachtung-stehens" weg fällt, bei Erfolgen nicht übermütig werden, bei Nichterfolgen nicht mutlos werden und immer wieder den Blick "durch die Kundenbrille" schärfen. Apropos: wenn jemand meint, nach den 10 Tagen hätte ich wieder machen können was ich will, der irrt sich... Gegen Ende August 2008 klingelte das Telefon und der Redakteur Jörg fragte nach, wie es uns denn so geht und ob ich die mittelfristig geplanten Dinge denn schon in Angriff genommen hätte. Ich konnte froh verkünden, dass ich mit diesen Maßnahmen längst fertig bin und schon die langfristigen im Auge habe. Das wollte er nicht so richtig glauben, er fragte: "Ist denn die Homepage schon fertig?" Ich sagte nein, und er antwortete: "Aha, habe ich doch etwas gefunden!" Ich sagte dann nur: "Mein lieber Jörg, eine HP wird niemals fertig, daran muss man ständig arbeiten." Da war er baff und überzeugt, dass ich immer noch auf dem richtigen Weg bin. Er bat mich dann um einen weiteren Drehtag, um die Erfolge noch in die Sendung einbauen zu können. Dieser Drehtag war dann wirklich der letzte und auch der schönste, konnte ich doch voller Stolz von der positiven Entwicklung erzählen.
Die kurzfristigen Maßnahmen waren zwar schon im Film zu sehen, die Auswirkungen darauf möchte ich aber trotzdem noch gerne erläutern:
Durch die sofortige Umgestaltung der Geschäftsräume lässt sich die Ware viel besser in Szene setzen, es ist für die Kundinnen und Kunden viel übersichtlicher geworden, der Außenauftritt ist einladend und man bemerkt mein Geschäft durch den sonnengelben Rahmen nun schon von Weitem. Die Farb-und Stilberatung verbunden mit einem Frühstück für die Kunden ist sehr gut angenommen worden und die Umsatzsteigerungen im Juli und August 2008 ließen hoffen.
Die mittelfristigen Maßnahmen habe ich dann auch gleich in Angriff genommen:
-
Der alte Kundenstopper vor meinem Geschäft ist in den Ruhestand geschickt worden und ein neuer hat seinen Platz eingenommen.
-
Die Werbeplakate passend dazu in den Bahama-Farben meerblau und sonnengelb wurden in Auftrag gegeben, ebenso neue Visitenkarten und Briefpapier.
-
Mein ganzer Stolz sind die Image-Flyer in Hochglanz geworden. Diese werden in Phase drei, also langfristig, noch ein Rolle spielen.
-
Die HP hat ein Gästebuch und weitere Überarbeitungen bekommen.
Die langfristigen Maßnahmen sind ab Dezember 2008 eingeläutet worden und dauern auch heute noch an. Nachdem die Sendung ausgestrahlt wurde, baten mich viele Kunden um einen Mitschnitt, da sie die Sendung verpasst hatten. Da haben wir kurzerhand mehrere Termine im Oktober und Dezember zum "Rudelgucken" einberaumt und mit insgesamt über hundert Kunden, Sekt sowie Fingerfood, gesponsert durch "Feinkost Engstfeld", gemeinsam in den Juni 2008 zurückgeblickt. Die Fernsehpräsenz war übrigens für meinen unternehmerischen Erfolg in keinster Weise ausschlaggebend, sondern die Veränderungen und das Umdenken auf der ganzen Linie!
-
Die Herrschaften im Schaufenster haben Zuwachs bekommen. Es sind jetzt drei Damen und drei Herren, wegen der Gleichberechtigung.
-
Ich habe mir für meine Stammkundenkartei ein Programm für den PC geleistet und kann meine Kundinnen und Kunden nun wesentlich besser beraten und somit auch noch mehr Service bieten.
-
Ich versende Geburtstagsgrüße verbunden mit einem Geschenk und Informationen über die Entwicklung der Dinge bei Bahama Moden. Das kommt unglaublich gut an, denn ich mache den Geburtstagsbrief zur Chefsache mit persönlichen Worten, so wie man es von mir gewohnt ist. Natürlich liegt den Briefen die oben erwähnte Image-Broschüre bei!
-
Der Redakteur Jörg hatte mir ja zum Abschied ein leeres Ideenbuch geschenkt, das inzwischen gut gefüllt ist und die vielfältigsten Einträge inne hat. Jede Idee, mag sie auch noch so abgedreht erscheinen, wird notiert. Wenn ich von Aktionen anderer Kollegen (auch aus anderen Branchen) höre oder lese, ziehe ich das für mich am wichtigsten erscheinende heraus und notiere es ebenfalls. Schon oft habe ich mir dann bei Bedarf etwas daraus ausgesucht und in die Tat umgesetzt. Manches ist erfolgreich, das wird ausgebaut oder dauerhaft verfolgt und manches ist nicht so prickelnd, das wird dann eben wieder eingestampft.
-
Ich nehme wann immer es mir möglich ist, an Netzwerktreffen teil (z.B. "Unternehmer im Dialog" REHDV¹, SERVICEPLUS² -Frühstück, RUN, IHK-Lunchbreak, IHK-Wirtschaftsgremium u.v.m.), denn der Austausch mit anderen Kollegen ist enorm wichtig zur ständigen Weiterentwicklung.
-
Als aktuellste Maßnahme habe ich meine Lieferanten und den Abverkauf von deren Waren hinterfragt, meine Mitarbeiter in die Überlegungen zu einem eventuellen Lieferantenwechsel einbezogen und Kundenwünsche aufgenommen. Daraus resultierte ein Wechsel, der von den Kundinnen sehr gut angenommen wurde.
-
Desweiteren können wir jetzt auch eine hochwertige Arbeitskleidungs-Kollektion, bestehend aus T-Shirts, Polos und Sweatshirts, mit bester Preis-Leistung anbieten.
Die Umsätze haben sich auch durch diese weiteren Maßnahmen höchst positiv entwickelt und ich bin guter Dinge für die Zukunft.
"Chancen sind wie Sonnenaufgänge.
Wer zu lange wartet, verpasst sie."
Joan Lundern
In diesem Sinne grüßt Sie herzlichst Ihre Andrea Scherber
¹Rheinischer Einzelhandels-und Dienstleisterverband in Wuppertal.
²SERVICEPLUS-Qualitätsgemeinschaft. |